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Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern

Coesfelder Spannungsbogen

Coesfeld – kenn ich schon, da fliegen die Tauben doch immer gleich, mag manch einer am vorletzten Juli-Wochenende gedacht haben. Doch bei den Landesmeisterschaften RLP und MP hatten TIRO-Präsident Alfons J. Wolff und Standbetreiber Bodo Maslo wieder für eine kleine Überraschung gesorgt: Auch bei vielen bekannten Maschinen lässt sich mit einigen Überlegungen ein reizvoll-neuer Parcours gestalten.

So gab es etwa auf dem WTC-Stand eine überaus kniffelige und weite Battue (Segeltaube) zu beschießen, die bleistiftschmal gen Himmel sauste und sich erst auf gut 35 Meter öffnete, um rasant Richtung Boden zu stürzen. Oder auf dem Höwing-Stand ein prickelnder Teal, der selbst manchem erfahrenen Schützen alles Können abverlangte. Doch insgesamt – getreu dem vom Präsidenten ausgegebenen Motto „bei uns müssen alle mitkommen können“ war insgesamt an beiden Wettkampftagen jeweils ein Layout entstanden, das der Landesobmann Rheinland-Pfalz bei der samstäglichen Siegerehrung als „Coesfelder Spannungsbogen“ lobte. Jeweils beginnend auf dem Trapstand gab es immer einige komfortabel einstimmende Tauben, dann steigerte sich der Schwierigkeitsgrad über WTC und Skeet-Stand, um auf dem Höwing-Layout wieder ein wenig abzusinken. Die Wirkung solcher Layouts ist frappierend: Selbst absolute Parcours-Neulinge – Wolff nahm mit Freude an diesem Wochenende vier neue Mitglieder auf – traten ohne Frust den Heimweg an. Auch die Wettkampf-Atmosphäre suchte ihresgleichen, wie der Landesobmann feststellte. Zahlreiche Sportfreunde aus den Niederlanden bereicherten mit Freundlichkeit und tollen Ergebnissen die Meisterschaften, die Neulinge wurden sportlich-fair an die Hand genommen, die Kampfrichter sorgten streng, aber gerecht für ein Schießen ohne Diskussionen. Spannung dann noch mal nach jeder Meisterschaft: Samstag ein Stechen um Platz 1 bei den Damen (Anja Hinderlich vers Joke Osterveen) und um Platz 2 bei den Senioren B (Johannes Brück vers Franklin de Ceüninck), und Sonntag Senioren A um Platz 2 (Bernd Hinderlich vers Robert Callenbach).

Über die Organisation auf dem Stand in Coesfeld-Flamschen. Maslo mit seiner gesamten Mannschaft hatte die Sache im Griff, Küchenchefin Martha Bartel bekam vom Präsidenten gar eine Flasche Champagner als Zeichen des Danks überreicht. Der Zeitplan wurde nicht nur eingehalten, sondern leicht unterschritten. So konnten dann sonntags die Schützen und ihre Begleiter frühzeitig die teilweise weite Heimreise antreten. Unser Freund Erich (Hauptrichter auf dem Skeet-Stand: „Ich habe die Fehler liebevoll notiert“) blieb ungewohnt leise, ließ aber seine markante Stimme sonntags bei der Siegerehrung vom Skeet-Stand zum Clubhaus herüberschallen, um dem Präsidenten mitzuteilen: „Ich höre alles.“

Hanjo Wimmeroth
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Sörnewitz-Lichteberg: Leicht, mittel, schwer, extraschwierig

Wo man hinhört: Das Wochenende 31. Juli / 1. August brachte den Tiro-Schützen auf dem Schießplatz Lichteberg (Sörnewitz) ausnahmslos Freude. Auch von den Teilnahmerzahlen (44) und gar aus Österreich angereisten Gästen Leopold Preyer, Ferdel Werner und Robert Eder können Verband und Veranstalter hoch zufrieden sein. Schon sonntags abends erreichten den Redakteur erste Stimmungsbilder. „Erste Sahne“ hieß es ganz allgemein. Vor allem der Tauben-Mix hatte es den Schützen angetan. Da haben Standbetreiber Jakob Frohnhofen und Tiro-Präsident Alfons Wolff wohl ein besonders gutes Händchen bei der Gestaltung der Layouts gehabt.

Dittmar Paul etwa berichtet: „Das war richtig gut. Die Parcours waren sehr gleichmäßig, aber anspruchsvoll. Das sieht man an den Ergebnissen, die so etwa bei 75 Treffern stabilisierten. Die Layout wurden überall gelobt.“ Auch der Tauben-Mix kam bei den Schützen gut an. Paul beschreibt ihn so: Leicht, mittel, schwer, extraschwierig. Auf jedem Parcours sei auch immer eine Taube gewesen, die alles Können erforderte. „Aber die waren zu treffen, wie auch Kameraden bewiesen, die sonst eher im Mittelfeld zuhause sind.“

Dass sich ein Schießen dieser Art auch auf die Stimmung niederschlägt, wundert nicht. Paul: „Die Stimmung war ganz ausgezeichnet, dazu kam, dass Essen und Versorgung ganz prima waren.“ Das bestätigt auch Mike Winnemund: „Da gab es alles, von vegetarisch über Kuchen, Wurst und was man sonst haben wollte.“ Vor allem gefiel ihm auch der „flotte Service, du musstest nie lange warten, es war immer jemand für dich da“. Und das Schießen? „Kann ich nur positives berichten“, sagt Winnemund weiter. „Das war ein sehr schönes, anspruchsvolles Schießen, und trotz der hohen Anforderungen war alles schiessbar. Aber das ist auch genau Grund, warum immer so viele gerne nach Lichteberg fahren.“

Hanjo Wimmeroth